Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V.

Herzlich willkommen auf unserer Website!

Sie interessieren sich für jüdische Regionalgeschichte? Dann sind Sie hier richtig! Die MGG beschäftigt sich seit 50 Jahren mit der Geschichte der Juden in unserer Stadt Vlotho. Wenn Sie sich über unsere Arbeit informieren wollen, finden Sie viel Lesenswertes auf dieser Website...

Über die Arbeit der MGG 1965-2009

1965
Gründung der Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho.
Der Name geht zurück auf den sozial engagierten jüdischen Kaufmann Mendel Grundmann aus Vlotho (1844-1914).

1969
Errichtung des Mahnmals für die Vlothoer Holocaust-Opfer, die namentlich aufgeführt sind. Enge Zusammenarbeit zwischen Helmut Urbschat und Stephen H. Loeb, USA (Sohn der Kaufmannsfamilie Loeb aus Vlotho).

1974
Auflösung der Gesellschaft

1988
Neugründung der Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V. Helmut Urbschat wird 1.Vorsitzender, Manfred Kluge Schriftführer und Kassierer. Auf Initiative der Mendel-Grundmann-Gesellschaft lädt die Stadt Vlotho alle überlebenden Juden, die aus Vlotho stammen, in die Heimatstadt ein. „Versöhnungswoche“ im November 1988: 21 jüdische Gäste in Vlotho, Enthüllung eines Synagogen-Gedenksteins zur Erinnerung andie zerstörte Vlothoer Synagoge. Gleichzeitig: Herausgabe des Buches „Sie waren Bürger unserer Stadt - Beiträge zur Geschichte der Juden in Vlotho“ mit Originalbeiträgen von Stephen H. Loeb.

1991
Auf Anregung von Helmut Urbschat wird Stephen H. Loeb die Ehrenbürgerschaft der Stadt Vlotho verliehen.

2000
Präsentation der Ausstellung „SIE WAREN BÜRGER UNSERER STADT - Juden in Handel und Wandel der Weserstadt Vlotho“ (mehr als 30 großflächige Schautafeln mit Dokumenten und Texten, heute umfasst die Ausstellung über 50 Plakate). Ausstellungskonzept: M. Kluge und H. Urbschat

2001
Herausgabe eines Begleitbuches zur Ausstellung unter dem Titel: „Juden in Handel und Wandel der Weserstadt Vlotho“, bearbeitet von M. Kluge.

2003
Veröffentlichung der Loeb-Briefe: „Wir wollen weiterleben...“ Das Schicksal der jüdischen Familie Loeb – dokumentiert in Briefen und Selbstzeugnissen, Herausgeber: Manfred Kluge (unter Mitarbeit von H. Urbschat). Es handelt um Briefe der Familie Loeb aus Vlotho aus den Jahren 1938 - 1941 an ihren in die USA ausgewanderten Sohn. Die Briefsammlung wurde uns von Betty Loeb, USA, zur Verfügung gestellt. Das Buch fand ein sehr positives Echo nicht nur in der lokalen Presse, sondern auch auswärts, z.B. in Hannoverschen Zeitungen (Neue Presse Hannover: 9.12.03, Hann. Allgemeine Zeitung: 27. 1. 04).

2003/2004/2005
Öffentliche Lesung der Loeb-Briefe in Vlotho, Minden, Herford, Bad Oeynhausen und Petershagen.

2006
März: 1. Aktion „Stolpersteine“ mit dem Künstler Gunter Demnig. Verlegung und Einweihung der ersten 12 „Stolpersteine“ zur Erinnerung an die Vlothoer Holocaust-Opfer. Die 10x10 cm großen Steine werden von dem Künstler G. Demnig, Köln, in das Pflaster verlegt. Die Aktion wurde von dem Vlothoer Verein „Moral & Ethik“ initiiert. Die Durchführung lag aber in den Händen der Mendel-Grundmann-Gesellschaft. Sie stellte die Daten zusammen, bestimmte die Verlegungsorte und gestaltete die „Einweihungsfeiern“ der Stolpersteine.

2006
Dezember: 2. Stolperstein-Aktion mit Gunter Demnig. Weitere 15 Gedenksteine wurden verlegt.

2007
März: 3. Stolperstein-Aktion mit Gunter Demnig. In der letzten Stolperstein-Aktion werden noch einmal 14 Steine verlegt, so dass nun insgesamt 41 Steine für alle Vlothoer Holocaust-Opfer verlegt worden sind. Sue Alterman-Moss* und ihr Ehemann Leonard sind als Gäste aus den USA angereist, um an der Verlegung der Stolpersteine für die Angehörigen der Mosheim-Familien teilzunehmen. *Sue Alterman-Moss, Tochter des in die USA emigrierten Vlothoer Papieringenieurs Herbert Mosheim, hat im Herbst 2006 Helmut Urbschat und Manfred Kluge für den Obermayer-History-Award vorgeschlagen.

2008
Januar: Helmut Urbschat und Manfred Kluge werden gemeinsam in Berlin mit dem Obermayer-German-Jewish-History-Award ausgezeichnet.

September: Gedenkbuch für die Vlothoer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung herausgegeben. 9. November: Anlässlich des 70. Jahrestags der Reichspogromnacht: Aufführung eines Dokumentarstücks von Manfred Kluge zum Novemberpogrom in Vlotho: „Es geschah vor aller Augen…“ Sehr gute Resonanz beim Publikum. Zwei Aufführungen in Vlotho.


Diese Übersicht enthält nur die wichtigsten Veranstaltungen der Mendel-Grundmann-Gesellschaft. Die Gesellschaft führt im Jahr neben der Jahresmitgliederversammlung drei bis vier öffentliche Veranstaltungen, z. T. mit anderen Vereinen durch. Jährlich findet auch eine Exkursion statt (z. B. 2004 nach Hannover: „Auf den Spuren der Familie Loeb...“ oder 2005 nach Petershagen: „Auf den Spuren der Petershäger Juden“, 2006: „Auf den Spuren der Bielefelder Juden“). Der 10. November wird immer mit einer Kranzniederlegung am jüdischen Mahnmal unter Beteiligung von Repräsentanten der Stadt Vlotho und einer öffentlichen Veranstaltung begangen.

 

Zukünftige Aufgaben

          Erinnerung an die jüdische Gemeinde und Schicksale jüdischer Menschen in Vlotho.

          Einsatz für Toleranz und historisch-politische Bildung.

          Fahrten auf jüdischen Spuren.

Veröffentlichungen

Aktuelle Publikationen der MGG:

Manfred Kluge (Hg.), Sie waren Bürger unserer Stadt, Beiträge zur Geschichte der Juden in Vlotho, 312 Seiten, 2. Auflage 2013

Manfred Kluge (Hg.), Gedenkbuch für die Vlothoer Opfer, Begleitbuch zur Stolperstein-Aktion, 96 Seiten, 2008

Manfred Kluge (Hg.), Wir wollen weiterleben..., Das Schicksal der jüdischen Familie Loeb, 232 Seiten, 2003

Manfred Kluge (Hg.), Juden in Handel und Wandel der Weserstadt Vlotho, Begleitbuch zur Ausstellung, 64 Seiten, 2001

 

 

 

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