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Willkommen


Herzlich willkommen auf der Internetseite der Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V. Vlotho.

Sie interessieren sich für jüdische Regionalgeschichte? Dann sind Sie hier richtig!

Die Mendel-Grundmann-Gesellschaft e. V. beschäftigt sich seit 50 Jahren mit der Geschichte der Juden in unserer Stadt Vlotho/Weser. Wenn Sie sich über uns und unsere Arbeit informieren wollen, finden Sie viel Lesenswertes auf dieser Homepage...


Herzliche Einladung zu unseren Veranstaltungen:

12. 5. 2015              19.30 Uhr Jahreshauptversammlung Ev.-ref. Gemeindehaus Moltkestr.

20. 10. 2015            19.30 Uhr: 50 Jahre Mendel-Grundmann-Gesellschaft, Gemeindehaus St. Stephan

10. 11. 2015            12 Uhr: Gedenken zum Novemberpogrom am Jüdischen Friedhof Wasserstraße mit Kranzniederlegung


Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmende, denen die Erinnerung an die jüdische Geschichte Vlothos wichtig ist!


Schicksale jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Vlotho

(Begleittext zur aktuellen Schaufenster-Ausstellung der Mendel-Grundmann-Gesellschaft,

Lange Str. 142)

Die Mendel-Grundmann-Gesellschaft hat ihr Schaufenster, Lange Straße 142, erneut umgerüstet. Fünf Großplakate widmen sich nun dem Thema „Schicksale jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Vlotho“. Der Vorstand der Mendel-Grundmann-Gesellschaft hofft, dass mit diesem Thema besonders Schülerinnen und Schüler der hiesigen Schulen angesprochen werden. Der folgende Text enthält im zweiten Teil weiterführende Literaturhinweise, die zu einer intensiveren Beschäftigung mit den Einzelschicksalen anregen sollen.

Nach dem Novemberpogrom 1938, als die Nationalsozialisten auch in Vlotho die jüdische Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hatten, waren die hier verbliebenen Juden sehr verunsichert. Ihre größte Sorge galt ihren Kindern. Wie konnten sie ihre Kinder in Sicherheit bringen?

So entschlossen sich Alwin und Paula Juchenheim schon im Januar 1939, ihre Kinder Lore (13 Jahre) und Hans (11 J.) zu Verwandten nach Holland zu bringen. Ebenso verhielten sich die Eltern von Werner und Günter Katz. Günter (13 J.) brachten sie Anfang 1939 nach Bergen/NL, Werner (14 J.) einen Monate später nach Rotterdam. Sie selbst folgten im Mai 1939 nach.

Andere Familien stellten Überlegungen an, ihre Kinder im Rahmen so genannter „Kindertransporte“ nach England oder Frankreich zu verschicken. So bemühten sich Gustav und Helene Loeb im Frühjahr 1939, ihre Tochter Marianne (damals 17 Jahre alt), bei einer Familie in England unterzubringen. Als dieses scheiterte, wollten sie ihre Tochter von einem amerikanischen Ehepaar adoptieren lassen! Sohn Hans, der im August 1938 schon in die USA ausgewandert war, hatte die Kontakte hergestellt. Aber auch dieser Plan erwies sich als undurchführbar. Jutta (genannt Marianne) Silberberg sollte mit einem von Baron Rothschild finanzierten Kindertransport nach Frankreich gebracht werden, was sich aber auch zerschlug. Auch der Plan von Klara Frank, mit ihrer Tochter nach Groß-Britannien auszuwandern, scheiterte.

So blieben viele Bemühungen der jüdischen Familien, ihre Kinder dem Zugriff der Nationalsozialisten zu entziehen, erfolglos. Auch die Flucht in die Niederlande war letztlich vergeblich, denn nach dem Einmarsch deutscher Truppen wurden auch dort die Juden systematisch verfolgt.

Auf das tragische Schicksal von Lore und Hans Juchenheim soll ausführlicher eingegangen werden. Alwin Juchenheim führte die von seinem Vater gegründete Getreide- und Futtermittelhandlung an der unteren Langen Straße (Lange Straße 16) weiter. Die Juchenheims waren eine recht wohlhabende Familie. Die Kinder besaßen teures Spielzeug. Hans war schon stolzer Besitzer eines Tretautos. Lore und Hans besaßen Rollschuhe, mit denen sie gern in der glatt gefegten Getreidehalle herumfuhren. Hinter dem Haus hatte der Vater Turngeräte aufgestellt, die Lore und Hans, aber auch die Nachbarkinder, gern nutzten. Diese Einzelheiten hat uns eine Zeitzeugin, die mit Lore befreundet war, berichtet.

Lore, geb. am 25. 5. 1926, war ein hübsches, schlankes Mädchen. Sie besuchte die Ballettschule in Bad Oeynhausen und nahm Klavierunterricht in Vlotho. Außerdem lernte sie Hebräisch bei ihrem jüdischen Lehrer. Nach der vierten Klasse der Volksschule besuchte Lore zunächst die Höhere Stadtschule in Vlotho. Ostern 1938 wechselte sie auf ein Mädchen-Gymnasium in Bad Oeynhausen, die Luisenschule. Diese Schule musste sie aber schon am 15. 11. 1938 verlassen, denn auf Grund eines NS-Erlasses wurden alle jüdischen Schüler nach dem Novemberpogrom von den deutschen Schulen verwiesen. Sie begann nun eine Ausbildung zur Schneiderin.

Von Hans, geb. am 25. 10. 1928, wissen wir nicht viel. Auf einem Foto, das ihn als Grundschüler mit seinem christlichen Schulfreund zeigt, erscheint er uns als ein freundlicher, aufgeweckter Junge. Er wurde übrigens von allen nur „Hansemann“ gerufen. Das Schulverbot traf ihn schon als Grundschüler der 3. Klasse.

Von den Gewalttaten am 10. November 1938 war auch die Familie Juchenheim betroffen. Ein Trupp von Nationalsozialisten war in das Haus eingedrungen und hatte die Wohnungseinrichtung demoliert. Paula Juchenheim, die Mutter, war zusammen mit Hans aus dem Haus geflüchtet. Sie wurde aber von einem rabiaten SA-Mann verfolgt und misshandelt. Alwin Juchenheim, der Vater, wurde festgenommen und als „Schutzhäftling“ in das KZ Buchenwald gebracht.

Nach dem Schock des Novemberpogroms brachten die Eltern die Kinder Lore und Hans im Januar 1939 zu Verwandten in Zandaam (NL). Dort hielt sich bereits seit 1935 Emma Juchenheim, die Großmutter, auf. Auch als die deutschen Truppen das Land besetzten, verblieben die Kinder in Holland. Als aber Anfang Dezember 1941 die Eltern, die in Vlotho verblieben waren, den Deportationsbefehl bekamen („Evakuierung in den Osten“), standen die Eltern vor einer schwierigen Entschei-dung: Sollten die Eltern die Kinder in Holland bei den Verwandten lassen oder sie nach Vlotho zurück holen?

„Wenn wir gehen müssen, gehen wir zusammen!“, war die Entscheidung des Vaters und sie beorderten die Kinder nach Vlotho zurück. Die Familie Juchenheim war die erste Familie, die aus Vlotho deportiert wurde. Der Transport ging nach Riga, dann nach Kaunas. Später trennten sich die Wege. Mutter und Tochter kamen nach Stutthoff, wo beide verschollen sind. Vater und Sohn kamen zurück ins Reichsgebiet – nach Dachau, wo der Vater den Tod fand. Hans konnte die Befreiung des KZ Dachau noch erleben, er starb aber an den Folgen der Haft am 2. Juni 1945.

Besonders erwähnt werden sollte auch Ruth Mirjam Windmüller. Sie war mit fünf Jahren die jüngste Deportierte und ist auch das jüngste Holocaust-Opfer aus Vlotho. Bei der Verlegung der Stolpersteine vor dem Haus Heynemann, Lange Straße 83, haben wir ihr das folgende Gedicht gewidmet:

In dieser Straße liefst du mit bunten Kinderträumen.

In diesem Hause schliefst du in wohl geschützten Räumen.

In die Ferne gingst du mit Ängsten und mit Bangen.

In der Fremde warst du im Ghetto bald gefangen.

In der fernen Stadt ging der Tod kalt und grausam um.

Du musstest so früh sterben. Warum? Warum? Warum?

(nach einer Idee von SchülerInnen des Wesergymnasiums)

Einzelschicksale in Übersicht

Literaturhinweise:

Lore Juchenheim

geb. 25.05.1926                                          Gedenkbuch, S. 9 -15

13.12.1941 deport. Riga,

später Kaunas,

19.07.1944 nach Stutthoff

verschollen

Hans Juchenheim                                       Gedenkbuch, S. 9 - 15

geb. 25.10.1928

13.12.1941 deport. Riga,

später Kaunas

01.08.1944 Dachau

Tod nach Befreiung: 02.06.1945

Werner Katz                                               Gedenkbuch, S. 24 - 28

geb. 28. 02. 1925

21. 02. 1939 ausgew. NL

Nov. 1942 interniert Westerbork/NL

18.01.1944 deport. Theresienstadt

16.05.1944 deport. Auschwitz

1944/45 Bergen-Belsen

Tod nach Befreiung: 31.05.1945

Günter Katz                                                Sie waren Bürger…, 2013, S. 257f.

geb. 01.07.1926

06.01.1939 ausgew. NL

Nov. 1942 interniert Westerbork/NL

18.01.1942 deport. Theresienstadt

28.09.1944 deport. Auschwitz/Blechhammer

21.01.1945 deport. Groß-Rosen

13.02.1945 befreit

1950 ausgew. in die USA

1953 Tod durch Verkehrsunfall

Marianne Frank                                         Gedenkbuch, S. 57 - 59

geb. 14.10.1923

20.10.1937 verzogen nach Leipzig

21.01.1942 deport. Riga

01.10.1944 Stutthoff

Tod in Stutthoff: 12.01.1945

Marianne Loeb                                            Wir wollen weiterleben…, S. 104-107

geb. 10.02.1922

Krankenschwester-Ausbildung in Berlin

an Scharlach erkrankt

01.08.1941 verstorben in Berlin

beigesetzt in Hannover

Gerda Mosheim                                          Gedenkbuch, S. 88 - 91

geb. 23.05.1924

31.03.1942 deport. Warschau

verschollen

Ruth Mirjam Windmüller                                      Gedenkbuch, S. 43

geb. 18.03.1937

31.03.1942 deport. Warschau

verschollen

Jutta (gen. Marianne) Silberberg                          Sie waren Bürger…, 2013, S. 242f.

(später: verh. Gottesman)                                     Gedenkbuch, S. 36 - 38

geb. 24.06.1927                                          Juden in Handel u. Wandel, S. 46-47

31.07.1942 deport. Theresienstadt

06.10.1944 deport. Auschwitz

28.10.1944 deport. Gr.-Rosen

08.05.1945 befreit

1947 ausgew. in die USA

03.08.2008 verstorben in New York

Literatur:

Gedenkbuch für die Vlothoer Opfer der nationalsozialistischen Juden-

verfolgung, Vlotho 2008 (zitiert als Gedenkbuch)

Juden in Handel und Wandel der Weserstadt Vlotho,

Ausstellungsbegleitbuch, Vlotho 2001

(zitiert als Juden in Handel und Wandel)

Sie waren Bürger unserer Stadt

Beiträge zur Geschichte der Juden in Vlotho

2. erw. Auflage, Löhne 2013

(zitiert als Sie waren Bürger…, 2013)

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Ein Schaufenster gegen das Vergessen

Mendel-Grundmann-Gesellschaft erinnert in der Innenstadt an die jüdischen Mitbürger Vlothos

Vlotho(VZ). Die Mendel-Grundmann-Gesellschaft hält die Erinnerung an die früheren jüdischen Mitbürger Vlothos wach. Im Schaufenster des bislang leer stehenden Ladenlokals Lange Straße 142 ist jetzt die erste Dauerausstellung des Vereins eröffnet worden. Dieses Vereinsschaufenster soll dazu beitragen, dass das Schicksal der im Dritten Reich verfolgten und ermordeten Juden niemals in Vergessenheit gerät.

Im Beisein von Geschäftsmann Jürgen Meier und Andreas Mowe (Stadtmarketing), die sich beide um die Vermittlung von Leerständen kümmern, hat der Vorstand des gemeinnützigen Vereins Mendel-Grundmann-Gesellschaft die Präsentation vorgestellt. Vorsitzender Ralf Steiner, evangelischer Pfarrer in Exter, sagte: »Das Schaufenster ist jetzt unsere Visitenkarte.« Grüße überbrachte er vom Ehrenvorsitzenden Helmut Urbschat, der zur Eröffnung verhindert war.

Das Geschäftshaus von Fleischermeister Peter Wilke stand seit vielen Jahren leer. Es gehört inzwischen der Rehse-Gruppe (Burgstift). Das Schaufenster ist jetzt angemietet worden. Bei der Dekoration half die Firma Köster und Stuke und stiftete Stoffe und Gardinen. Versammlungen und Veranstaltungen des Vereins finden dort nicht statt.

Manfred Kluge hat die erste Ausstellung den wohl bekanntesten jüdischen Mitbürgern Vlothos gewidmet, den Inhabern des Kaufhauses Gustav Loeb und dem Ehrenbürger Hans Stephan Loeb, der sich sich in Amerika Stephen H. Loeb nannte.

Im Jahr 1965 nahm der Studienrat Helmut Urbschat Briefkontakt zu Stephen H. Loeb auf. Gemeinsam planten sie das Mahnmal am jüdischen Friedhof (1969). Das war der Anfang eines allmählichen Versöhnungsprozesses. 1965 ist auch das Gründungsjahr der Mendel-Grundmann-Gesellschaft, die nach einer Unterbrechung im Jahr 1988 zur Versöhnungswoche neu ins Leben gerufen wurde. Ralf Steiner: »Am 14. Oktober 2015 begehen wir nun das 50-jährige Bestehen des Vereins.«

Für eine wechselnde Ausstellung hat Manfred Kluge noch viele Ideen und viel Material parat: zunächst über die verschiedenen Familien, unter anderem über die Mosheims und Grundmanns, dann über das Schicksal jüdischer Kinder und Jugendlicher, im November ganz gewiss das Thema Synagoge und zerstörter Friedhof, schließlich auch über das jüdische Neujahrsfest.

Der kleine Verein mit gegenwärtig 43 Mitgliedern hofft, dass sich ihm weitere Vlothoer anschließen. In dem Schaufenster werden Zielsetzungen und Ansprechpartner genannt. Ausgestellt sind dort auch die Bücher des Vereins, die weiterhin im Buchhandel oder direkt bei den Vorstandsmitgliedern erhältlich sind: »Wir wollen weiterleben: Das Schicksal der jüdischen Familie Loeb, dokumentiert in Briefen und Selbstzeugnissen« (2003) sowie das vollständig überarbeitete Standardwerk »Sie waren Bürger unserer Stadt, Beiträge zur Geschichte der Juden in Vlotho« (2013).

Besonderes Augenmerk finden im Schaufenster die Dekorationsstücke wie der fünfarmige Leuchter und viele andere Gegenstände, die aus dem Nachlass des früheren Küsters von Valdorf, Günter Ueckermann, stammen. Er hatte viele Reisen nach Israel unternommen. Pfarrer Christoph Beyer, der der Mendel-Grundmann-Gesellschaft neuerdings als Schatzmeister angehört, hat diese Dekorationsstücke vermittelt. www.mendel-grundmann-gesellschaft.de

Quelle: Vlothoer Zeitung (Jürgen Gebhard, Reinhard Kehmeier)


Rarität aus dem Hause Loeb

Teller erinnert an jüdisches Leben in Vlotho

Vlotho(VZ). Gegenstände, die jüdisches Leben in Vlotho belegen, sind im Gegensatz zu schriftlichen Quellen sehr selten. Um so größer war die Freude beim Vorstand der Mendel-Grundmann-Gesellschaft, dass eine solche Rarität nun aufgetaucht ist: ein Kuchenteller aus dem Hause der Familie Loeb.

Ein solcher Fund ist deshalb so besonders, weil es bisher hauptsächlich schriftliche Quellen zur Geschichte der Vlothoer Juden gibt. Diese sind außerdem auch recht gut erforscht, wie die im Herbst erschienene Neuauflage von »Sie waren Bürger unserer Stadt« zeigt. Wie das ehemalige Vorstandsmitglied Manfred Kluge mitteilt, haben sich nun die guten Beziehungen der Mendel-Grundmann-Gesellschaft zum Dokumentationszentrum Alte Synagoge Petershagen wieder einmal bewährt. So habe Wolfgang Battermann, stellvertretender Vorsitzende des Petershäger Vereins, die Mendel-Grundmann-Gesellschaft darüber informiert, dass eine Bürgerin aus Bad Oeynhausen einen aus dem Hause Loeb stammenden Kuchenteller gestiftet hatte.

Zur offiziellen Übergabe des Tellers fuhren der Vorsitzende Ralf Steiner und Manfred Kluge gemeinsam mit der Stifterin Marianne Neander nach Petershagen. Dort berichtete Marianne Neander, wie der Kuchenteller in die Hände ihrer Mutter gekommen war: Ihre Mutter, Helene Zurheide (später verheiratete Möller) ging von 1930 bis 1934 bei der Maßschneiderin Reinert in Vlotho in die Lehre. Zu ihren Aufgaben gehörte es auch, Botengänge zu den Auftraggebern zu machen, so zum Beispiel zu den führenden jüdischen Textilgeschäften in Vlotho, zu Rüdenberg und Loeb. Als Dank bekam sie manchmal kleinere oder größere Geschenke: Teile zur Aussteuer, aber auch Porzellan. Vom Ehepaar Gustav und Helene Loeb, die in Vlotho das zweitgrößte Textilkaufhaus führten, erhielt sie, vielleicht zum Abschluss ihrer Lehrzeit, einen Kuchenteller »Rosenthal Ivory Bavaria« geschenkt. Ob der Teller aus dem Haushalt der Familie Loeb stammt, oder als Geschenk erworben wurde, kann nicht mehr geklärt werden. Manfred Kluge: »Etwas anderes aber kann der Teller bezeugen. Er verweist auf die Großzügigkeit, die der Familie Loeb eigen war. Wir erinnern daran, dass die Loebs ihre überwiegend christlichen Angestellten zu Weihnachten regelmäßig mit Geschenken bedachten.«

Helene Möller (geboren Zurheide), die 1988 verstorben ist, hat die Geschichte ihrer Tochter Marianne erzählt. Aber erst jetzt kam Marianne Neander nach Gesprächen mit ihrer Nachbarin auf die Idee, den Kuchenteller, der jahrelang in ihrem Wohnzimmerschrank gestanden hat, der Öffentlichkeit zu übergeben. Das Dokumentationszentrum Alte Synagoge Petershagen erschien als geeigneter Ort, um den Teller in einem angemessenen Rahmen zu präsentieren. Der Rosenthal-Teller, der Chanukka-Leuchter und passend dazu das neue Buch der Mendel-Grundmann-Gesellschaft bilden dort nun ein kleines Vlothoer Ensemble. In einem Begleittext wird auch kurz auf das Schicksal der jüdischen Familie Loeb eingegangen: »Loebs betrieben ein Textilkaufhaus in Vlotho, Lange Straße 104. Sie wurden deportiert und in Riga ermordet. Ihr Sohn Hans überlebte in den USA…«

Quelle: Vlothoer Zeitung

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Spendenkonto:

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